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Gute Reise...kleine Finja


Liebe Kundinnen und Kunden
Liebe Blog-Leserinnen und Leser,


 


Leben & tot gehören immer zusammen. Als Jäger muss ich darüber auch entscheiden -was einem nicht immer leicht fällt. Leider musste ich den Tot dieses Jahr von einer ganz anderen Seite erleben.
Im Juni ist der klein Wirbelwind Finja bei mir eingezogen und hat mein ganzes Leben und das das von Borka auf den Kopf gestellt. Borka hatte nun endlich den Spielkameraden, den Sie sich schon immer gewünscht hat. Es war einfach herzzerreißend den beiden beim toben zuzusehen!


Doch leider hielt dieses Glück nicht lange…und ein schrecklicher Unfall beendete das kurze Leben von Finja. Dies hat mich erstmal in ein tiefes Loch gezogen. Selbst Borka ist noch tagelang im ganzen Hof umher gelaufen und hat Finja gesucht. Das einzige was ich für meine kleine Finja noch tun konnte, war ihr ein Grab mit allen jagdlichen Ehren zu geben.  Das Signal „Jagd vorbei“ aus meinem Jagdhorn war noch nie so zittrig wie an diesem Tag.


Dieser kleine Hund hat so schnell mein Herz erobert…dass ich immer noch jedes Mal weinen muss, wenn ich an ihrem Grab stehe. Sie konnte sich so elegant bewegen…Ihre Freude hat sie nicht einfach mit Schwanzwedeln gezeigt, sondern mit einem einzigartigen  Tanz, den jede brasilianische Sambatänzerin hätte blass aussehen lassen.


 


Das Lied von Jan&Jascha - Gute Reise (https://www.youtube.com/watch?v=bmNbLC9LmG8 )
hat mir in dieser schweren Zeit viel Kraft gegeben…Ich wünsch Dir gute Reise kleine Finja, wohin es dich auch trägt….die Welt wird etwas leiser, der Wind hört auf zu wehen….


 


 


 


 




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Ein neues Familienmitglied

Liebe Kundinnen und Kunden
Liebe Blog-Leserinnen und Leser,


Jagd ohne Hund ist schund -so ein altes Jägersprichwort! Dies kann ich nur bestätigen...mit einem Jagdbegleiter an der Seite, macht es noch viel mehr Freude und vor allem kann man sich immer zu 100 % auf ihn verlassen. Meine alte Hündin Borka ist nun schon 9 Jahre alt...und deshalb wird es Zeit, dass sie ihr Wissen an die nächste Generation weitergibt, damit die Kleine Finja noch viel lernen kann (und muss).


Finja ist jetzt 15 Wochen alt und ein unheimlicher Wirbelwind...schwimmen gehört jedoch noch nicht zu ihrer  Lieblingsdisziplien, aber auch daran arbeiten wir weiter. Sie hat sich prima eingelebt und die beiden sind ein Herz und eine Seele -einfach schön anzusehen.


Werde Sie weiter auf dem Laufenden halten.


P.S.Beide Hunde gehören der Rasse Deutsch Kurzhaar an.


Vielen DANK


Nicolas Ullrich


 


 


 


 


 


 


 


 

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Liebe Kundinnen und Kunden
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unter dem folgendem Link finden Sie eine Zusammenfassung des neuen Dokumentarfilms "Auf der Jagd".
https://www.mdr.de/mediathek/video-artour-dokumentarfilm-auf-der-jagd100_zc-89922dc9_zs-df360c07.html


Der Film läuft ab 09.05.2018 in einigen Kinos -somit ein absoluter Filmtipp für alle die an Natur & Jagd interessiert sind.
Die Aussage, dass Deutschland eines der wildreichsten Länder Europas ist, ohne Natur zu haben ist leider wahr. Bei uns ist alles geregelt -egal ob Land- oder Forstwirtschaft. Unser Wild muss mit immer weniger Lebensraum zurecht kommen und deshalb ist es wichtig, dass unser Wild einen Anwalt hat -dass kann nur der Jäger sein!


Viel freude mit dem Film!


Nicolas Ullrich


 


Liebe Kundinnen und Kunden
Liebe Blog-Leserinnen und Leser,


 


der 1. Mai steht kurz bevor –in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag!
Für uns Jäger jedoch ein Höhepunkt im Jagdjahr. Denn an diesem Tag, beginnt traditionell die Rehbockjagd. Der Bock hat zu dieser Zeit schon sein Gehörn komplett verfegt. So nennt man das abreiben der Gehörnhaut. Diese Haut ist durchblutet und umschließt das Gehörn und fördert somit das Wachstum.


Für mich persönlich steht die Trophäe nicht im Vordergrund –die Kühltruhe ist mittlerweile leer, der Schinken verkauft bzw. selbst verzehrt. Unser Rehwild wird leider von unseren Förstern nicht gerne gesehen, da es ein ganz besonders Äsungsverhalten hat. Rehwild liebt es die jungen Baumtriebe abzuknabbern, somit wachsen die jungen Bäume dann nicht mehr so schnell bzw. gerade. Solche Bäume können dann wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll genutzt werden. Die Möbelindustrie fordert gerade Baumstämme. Aber gerade dieses besondere Äsungsverhalten (Nahrungsaufnahme), wir Jäger nennen dies Konzentratselektierer, macht das besonders schmackhafte Wildbret beim Rehwild aus. Wenn man mal ein Reh beobachtet, wie es gezielt über eine Wiese läuft und sich die besten und wertvollsten Kräuter oder junge Triebe „klaut“ und nun dieses Äsungsverhalten z.B. mal mit einer Kuh vergleicht, die den ganzen Tag nur Mais als Kraftfutter vorgesetzt bekommt, dann verstehen Sie, wieso ich mich so auf den 1. Mai freue. Denn ein gegrilltes Rehsteak oder ein magerer Rehschinken zur abendlichen Vesper, ist höchst Genuss in Reinkultur!


 


Selbstverständlich werden wir ab Mai auch wieder leckere Rehwildprodukte hier im Shop anbieten.


 


Waidmannsheil


Nicolas Ullrich

Wild -nicht nur zur Weihnachtszeit


Liebe Kunden,
Liebe Leser,



Weihnachten liegt nun schon ein paar Tage hinter uns und somit auch die klassische Zeit des Wildbrets. Stimmt so allerdings nicht ganz. Wildschfleisch bzw. Wildbret wie wir Jäger dazu sagen, ist ganzfährig verfügbar. Selbstverständlich gibt es Jagd- und Schonzeiten. Die Schonzeiten fangen jetzt Ende Januar für alle Wildarten an. Bei unserem Schwarzwild, ist es jedoch auf Grund der hohen Population so, dass ganzjährig geschossen werden darf -aber natürlich nur auf männliche oder junge Wildschweine, die keinen eigenen Nachwuchs haben. 


Bereits im Mai geht die Jagdzeit bei Rehböcken und jungen Hirschen (Spießer genannt) los. Somit ist schmackhaftes Wildbret oder was daraus gezaubert wird ganzjährig verfügbar. Wenn die Tage jetzt wieder länger werden und irgendwann der Grill ausgepackt wird -gibt es nichts besseres als eine leckere Wildbratwurst, ein gegrillter Rücken oder ein Steak aus der Keule geschnitten. Wildbret ist bestes Fleisch mit sehr wenig Fett! Es ist so schmackhaft, dass Sie es einfach kurz auf den Grill legen und nur mit etwas Salz und Pfeffer verfeinern und genießen können. 


Viel Vergnügen und guten Appetit


Wilde Dose
Nicolas Ullrich


Der Wolf

Liebe Kunden,
Liebe Blog-Leser,



der Wolf ist zurück in Deutschland! Und spaltet wie fast kein zweites Thema die Nation.


Die einen sind dafür, die anderen dagegen. Ich vergleiche gerne solche Meinungsspaltungen mit einer Fußballweltmeisterschaft, denn auch hier haben wir 80 Millionen „Trainer“ die alles besser wissen, als unser Bundestrainer selbst. Doch keiner kennt den Wolf, keiner hat Erfahrungen mit dem Wolf, aber jeder redet mit -Vor allem viele Naturschutzverbände! Das mitreden ist auch immer einfach, so lange man nicht selbst betroffen ist. Ein Schäfer z.B. hat nicht nur Angst um seine Tiere, hier geht es auch um Existenzen. Und einem Schäfer, der vielleicht sogar schon ein paar Tiere verloren hat, wird sicherlich die Willkommenskultur für den Wolf nicht verstehen.


Nun ist er aber wieder zurück und für unsere Gesellschaft bedeutet dies, dass wir ein miteinander finden müssen. Wie diese aussehen soll, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Meine persönliche Meinung zum Wolf ist wie folgt: Wir leben hier in Deutschland nun mal in einer Kulturlandschaft, die durch Menschenhand geprägt wurde. Felder und Wälder werden wirtschaftlich genutzt, das ganze Land ist mit einem dichten Verkehrsnetz von Straßen und Schienen durchzogen. Ein Wolf benötigt nun mal Platz und geht auch auf Wanderschaft –kennt allerdings keine Verkehrsregeln.  Bei der Beute unterscheidet er ebenfalls nicht zwischen Wildtier oder Nutztier –in beiden Fällen stehen –wie immer- wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Ein Schaaf oder ein Kalb, dass auf einer Wiese steht, ist für den Wolf natürlich einfacher zu erbeuten, als ein flinkes Reh. Deshalb wird er sicherlich immer wieder den einfacheren Weg wählen –würden wir ja auch nicht anders machen.


Also Wolf JA, aber bitte nur dort, wo er sich auch entfalten und frei Leben kann –dies ist in 80 % von Deutschland nun mal leider nicht möglich.


 


Viele Grüße


Nicolas Ullrich

Liebe Kunden,
Liebe Blogleser,



wie einfach es doch ist, den Verbraucher zu täuschen. Sicherlich haben Sie auch den Bericht aus den Medien entnommen, wie eine Ekelwurst von der DLG prämiert wurde.


Das erschreckende für mich, in der Jury sitzen ausschließlich Profis und erfahrende Fachleute und wenn man diesen Profis nun eine Wurst serviert, die aus Dingen hergestellt wurde, die ich nicht mal meinem Hund zum fressen geben würde….ist das doch schon mehr als fraglich.


Die Profis haben nichts gemerkt und wenn man diese Täuschung nun mal auf die industrielle Fertigung überträgt, möchte man gar nicht wissen, was einem die Industrie tagtäglich auf die Teller „zaubert“. Mit Tradition und Handwerk hat dies jedenfalls nichts zu tun. Leider ist es aber vielen Menschen egal, was auf den Teller kommt –Hauptsache es geht schnell und macht satt. Da können wir von anderen Ländern noch viel lernen, alleine unsere Nachbarn die Franzosen, Spanier oder Italiener, geben deutlich mehr Geld für ihr Essen aus und vor allem investieren sie viel mehr Zeit um gemeinsam mit der Familie zu essen.


Essen müssen wir um zu überleben -unseren Lebensmitteln sollten wir aber einfach mehr Respekt gegenüber einräumen. Damit rede ich in erster Linie von unseren Nutztieren, die für unser leibliches wohl, ihr Leben lassen müssen, aber auch unseren Landwirten gegenüber, die tagtäglich auf Ihren Feldern unsere Lebensmittel des täglichen Bedarfs produzieren. Man sollte sich einfach mal dafür interessieren, wo unsere Lebensmittel den so herkommen und wie sie produziert werden. Ein Siegel sagt wohl leider gar nichts mehr aus heutzutage.


Bei unserem Wild sieht es leider oftmals nicht anders aus, den auch die Discounter haben erkannt, dass Wild immer mehr Absatz findet. Im Discounter muss aber immer alles billig sein und deshalb werden große Mengen z.B. Rotwild aus Neuseeländischen Farmen importiert. Mit einer nachhaltigen und waidgerechten Jagd, hat dies alles nichts zu tun.


Mit und von der Natur leben, dass ist es, was mein Leben bereichert. Und diese Philosophie versuche ich mit der Wilden Dose für Sie schmackhaft zu machen.


Viele Grüße und Waidmannsheil


Nicolas Ullrich


 


 


 


 

Afrikanische Schweinepest (ASP)


Liebe Kunden,
Liebe Leser,


mittlerweile hört man immer wieder von der Afrikanischen Schweinepest –Sie steht wohl vor der Haustür und wir Jäger sollen nun 70 % des Wildschweinbestandes töten. Ob das die richtige Lösung ist? Und vor allem was soll das bringen? Und warum kommen diese Forderungen nicht von den Jägern selbst, sondern den Bauernverbänden?


Das liegt einfach an der Tatsache, dass die Landwirte große Sorgen um Ihre in Massentierhaltung befindlichen Schweine haben. Es geht wie immer nur ums Geld. Denn würde die ASP auch nur auf ein einziges Schwein übertragen werden, so müsste der gesamte Bestand gekeult und entsorgt werden und dies alles obwohl ASP für den Menschen absolut unbedenklich ist. So sind nun mal die Bestimmungen.


Die ASP wird von (Wild-)Schwein zu (Wild-)Schwein übertragen, wenn man sich jedoch mal die Verbreitungsgebiete der ASP anschaut und feststellt, dass die ASP in unseren Nachbarländern binnen kürzester Zeit Sprünge von 300 km und mehr macht, kommt man sehr schnell zu dem Ergebnis, dass es nicht unser Schwarzwild ist, dass die Seuche großflächig verbreitet, sondern der Mensch –ein rücksichtsloses weggeworfenes Wurstbrötchen kann da schon ausreichend sein. Und nun sollen wir Jäger uns vor den Karren der Schweineindustrie spannen lassen –ich lehne das grundsätzlich ab!
Wir Jäger erzeugen ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel, dass seines gleichen sucht. Unser Wild kennt keinen Stall, keine Medikamente und keine Tiertransporte zum Schlachthof. Es leb artgerecht und in Freiheit. Und deshalb werde ich kein Wildschwein schießen, nur um eine Quote zu erreichen.
Vor allem die mittlerweile unwaidmännischen Forderungen aus Politik und Bauernverband machen mir große Sorge –wir Jäger tragen große Verantwortung und dies sollten wir gegenüber unserem Wild auch mit allem Respekt und Ehrfurcht vertreten. Gerade unser Schwarzwild hat eine sehr ausgeprägte soziale Struktur –kranke Tier verlassen entweder freiwillig die Rotte oder werden verstoßen. Ein mit ASP infiziertes Tier leidet an Bewegungsun- und Fressunlust und wird vermutlich, wie bei anderen Infektionen auch in der Nähe von Wasser aufhalten um das Fieber zu kühlen und schöpfen zu können. Deshalb ist es auch eher unwahrscheinlich ein an ASP infiziertes Wildschwein zu erlegen. Man wird ein infiziertes Wildschwein zu 90 % tot auffinden. Selbstverständlich werden alle Wildtiere auf organische Veränderungen untersucht –bei Wildschweinen, werden zusätzlich noch Proben für Trichinen von einem amtlichen Tierarzt untersucht. Die ASP ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen –Sie bedroht Haus- und Wildschweinbestand gleichermaßen, jedoch sollte man wie immer im Leben, mit dem richtigen Maß an die Sache gehen.


Die Verunsicherung bei den Verbrauchern ist –durch den Medienhype- natürlich entsprechend groß!
Dazu kommt natürlich noch das Wort Pest –damit assoziiert man natürlich nicht gerade positive Dinge. Ich für meinen Teil ernähre mich weiterhin und vor allem ausschließlich von Wildfleisch und was ich selbst nicht essen würde, würde ich auch nicht verkaufen.


In diesem Sinne


Wilde Gaumenfreunden mit der Wilden Dose


Wildgeschmack...?


Liebe Kunden,
Liebe Leser,


viele Menschen mögen kein Wild, wegen des "typischen" Wildgeschmacks. Meistens sind es schon etwas ältere Menschen, die das behaupten -meine eigene Tante gehört ebenfalls dazu. Früher wurde das Wildfleisch in Buttermilch oder Rotwein gebeizt um den Wildgeschmack wegzubekommen. Aber eigentlich gibt es gar keinen typischen Wildgeschmack! Es gibt nur Fleisch, dass nicht ordentlich behandelt worden ist. 


Wildbret ist das beste Fleisch, dass man sich nur vorstellen kann und so muß es auch behandelt werden. Früher war das etwas anders. Doch die Jagd hat sich mittlerweile  grundlegend verändert. Wer heute auf die Jagd geht, ist was die Hygiene unseres hochwertigen Lebensmittel betrifft ganz anderst geschult. Wenn ein geschossenes Tier schnell und sorgfältig versorgt und schnell in die Kühlkammer kommt, gibt es auch keinen "typischen" Wildgeschmack. Früher gab es noch nicht solche Kühlmöglichkeiten wie heute und beim aufbrechen hat man sicher gerne mal etwas mehr Zeit gelassen. Und somit beste Bedingungen für die sogenannte stickige Reifung geschaffen. Wenn man übrigens ein Hausschwein oder ein Rind nicht richtig verarbeitet oder falsch kühlt, würde man auch hier den "typischen" Wildgeschmack haben.


Mein treuer Jagdbgleiter Borka -eine Deutsch Kurzhaar Hündin, muss mir manchmal mit Ihrer guten Nase helfen. Es kann vorkommen, dass ein Wildtier trotz, sehr gutem Treffer noch eine gewisse Fluchtstrecke zurücklegt. Ohne Hund würde man es manchmal überhaupt nicht finden. So zeigt mit Borka, mit Ihrer guten Nase wo z.B. das Wildschwein verendet ist und ich kann binnen kürzester Zeit mit dem aufbrechen beginnen. Aufbrechen nennen wir Jäger das ausweiden des Wildtiers, dabei müssen wir sehr sorgfältig umgehen und auch auf Unbedenklichkeit prüfen. Durch diese Teamarbeit ist es gewährleistet, dass das Wildtier in kürzester Zeit versorgt und in der Kühlzelle zum reifen aufgehängt werden kann. Ein so versorgtes Wildtier hat keinen "typischen" Wildgeschmack, sondern ist ein extrem hochwertiges Fleisch, mit wenig Fett und viel Omega 3. Ein Hochgenuß nicht nur zu Weihnachten.



Liebe Kunden,
Liebe Leser.


warum gehen Sie auf die Jagd werde ich oft gefragt. Die Antwort ist eigentlich schnell gefunden. Jagd bedeutet Natur zu erleben, dabei hat jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen Reiz. Die moderne Zeit in der wir heute leben, kommt leider manchmal -gerade in den Ballungszentren- nicht mehr klar mit der Jagd. Man geht zwar in den Supermarkt und kauft sich dort seine Wurst und sein Fleisch und verdrängt dabei, dass dies mal voller Leben war. Wer gerne Fleisch isst und dazu zähle ich mich eindeutig dazu, sollte sich dessen eigentlich immer bewußt sein. Als Jäger weiß ich ganz genau, wo mein Fleisch herkommt. Ich entnehme etwas aus der Natur und bereite daraus schmackhafte Gerichte zu. Meine Grill-Bratwurst ist mittlerweile schon sehr bekannt uns bliebt -da hier meine ganze Leidenschaft drin steckt.


Es gibt mittlerweile immer mehr Menschen, die wieder wissen wollen was sie essen und wenn es Fleisch ist, soll das Tier ein schönes Leben gehabt haben. In der modernen Massentierhaltung gibt es leider kein schönes Leben. Deshalb greifen immer mehr Verbraucher zu Bio-Fleisch. Mittlerweile gibt es bei jedem Disscounter Bio-Fleisch in Angebot. Ob diese vielen Fleischmengen wirklich Bio sind, sei mal dahingestellt. Auch für Bio-Fleisch gibt es Vorschriften und Vorgaben, wie viel Platz ein Tier haben darf, was es fressen darf, welche Medikamente es bekommen darf und sicher noch einige Verordnungen mehr. Bei unserem Wild sieht das schon ganz anders aus. Wild sucht sich tagtäglich seine Nahrung, kennt keinen Stall und bekommt selbstverständlich auch keine Medikamente. Es ist ein selbstbestimmtes und freies Leben -je nach Region mit harten Winter, vielleicht nicht immer ganz angenehm, aber sicherlich ein schönes Leben.


Jedes Rind, jedes Schwein oder Huhn und was wir sonst so alles gerne essen, muss irgendwann für unseren Verzehr sterben. Dieser Punkt kommt irgendwann auch mal bei unserem Wild. Dabei ist es nicht so einfach, wie viele meinen. Oft hört man, dass wir Jäger nur im Wald rumballern würden. Dem ist definitiv nicht so! Man verbringt viele Stunden, Tage und Wochen im Revier, oft OHNE Beute zu machen, wie wir sagen. Das liegt daran, dass unser Wild, insbesondere das Schwarzwild sehr schlau und intelligent ist und es macht es einem nicht gerade einfach. Wenn man dann aber mal Waidmannsheil hatte, wird das Wild mit einem letzten Bissen und einem Signal aus dem Jagdhorn geehrt. So etwas gibt es bei Massentierhaltung oder Biohaltung nicht, dafür ist gar keine Zeit. Bei uns Jägern wird das Wild geachtet und geehrt!


Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift -aber so ist das bei der Jagd...es gibt so viele Facetten der Jagd! Jagd bedeutet Brauchtum zu pflegen, Jagdhorn zu üben und zu spielen und natürlich die Hunde! Mit einem Hund zu arbeiten und die Freude zu erleben, wenn der treue Jagdbegleiter einem zu Seite steht -einfach wunderbar!


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